m 6700 war das Land offenbar nichts weiter als eine in Barbarei verfallene Wildnis.
Dennoch oder gerade deswegen fällt vermutlich in diese Zeit, nämlich 6762 und 6778 die Gründung der beiden befestigten Handelsstädte Brisansk und Bjelhavn. Insbesondere der Name der zweiten Stadt, die am Rande des Tinarrischen Meeres liegt, deutet auf erste Einflüsse westlicher Einwanderer hin, die vermutlich über die See kamen oder einer bereits länger dort angesiedelten Fischerkultur entstammten. In den Wirren der zahlreichen Fehden flüchteten zahlreiche entwurzelte landbewohner in den Schutz der Stadtmauern.
Die Städt hielten aufgrund der Zerstrittenheit derer, die sie belagerten - und das geschah öfter, als wir hier aufzuzählen für sinnig erachten - fast jeder Belagerung stand und auch gelegentliche Plünderung konnten nichts daran ändern, dass sie bis heute freie Städte sind, die jeweils von einem Magistrat regiert werden, der dem Großfürsten nur eines schuldet - einen jährlichen Tribut, jedoch keinerlei Gehorsam. (In der Praxis hat man sich jedoch arrangiert.)
Um 6900 gelang es Fürst Iwan II. Alexejewitsch Kiseljow, mit Hilfe des von ihm gestifteten Ritterordens zu Eiche und Schwert, eine große Menge ausländischer Kämpen zu verpflichten, die weit im nach einem sehr langen, doch verlorenen Krieg kein Land mehr hatten, das sie verteidigen konnten. Die Ritter aus dem Westen brachten dem Land zwei Dinge - Frieden und Einheit in Gestalt Iwans II. (des Großen), des ersten Großfürsten, welcher sich 6904 vor allen versammelten bjelawischen Adligen (die er zuvor fast alle der Reihe nach geschlagen hatte) selbst die Krone aufsetzte. "Kto-to protiw?! - Hat einer was dagegen?!" waren seine berühmten Worte, nach deren Prinzip bis heute im Sejm abgestimmt wird. Seinerzeit wagte niemand zu antworten.
In der folgenden Zeit kam es zu einer ersten bescheidenen Blüte des Landes. Der Ritterorden garantierte eine gewissen Landfrieden, so dass sich Handel und Wandel entwickeln konnten.
Politisch verschlechterte sich die Situation jedoch recht bald wieder. Zwar stand der Orden stets loyal zum jeweiligen Herrscher, doch diese verloren aufgrund der mühsamen Legitimationsprozedur durch den Sejm an Einfluss und wechselten immer häufiger durch nicht ganz natürliches Ableben.
So kam die gesellschaftliche Entwicklung schon bald zum Stillstand und es regierten Korruption, Willkür und
Bereicherung.
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