irschfurt in Not! Gepeinigte Stadt, in Flammen, ein Chaos. Die Verstärkung stürmt durch das Westtor. Doch die Wölfe haben sich in den Palisaden verbissen, das Grauen herrscht auf den Wällen. Nun hebt der Kampf Mann gegen Ork an. Nur wenige Krieger haben die Wölfe zurückgesandt, um die Kosaken zu erwarten - schließlich müssen die Blundar Dongan jeden Augenblick eintreffen! Das Osttor der Stadt ist fast genommen. Wie besessen wüten die Horden der Grimbradz, verzweifelt wehren sich die Bjelawen auf den Wällen.
Die Rote Kuppe ersäuft vom Blute der Gefallenen. Getroffene Pferde, in Todeskrämpfen wiehernd, schlagen um sich, das Fußvolk gleitet im blutigen Matsche aus. Viele Reiter sind abgestiegen, kämpfen mit dem Schwert. Ein Häuflein Unverzagter reitet erneut an, immer und immer wieder bergan; die Schlachtrösser taumeln vor Erschöpfung. Eisern treibt der Fürst seine Truppen an - der Hügel muss genommen sein! Tief in den Reihen der Orken wütet der Champion des Fürsten, sein Gesicht ist blutberströmt, hat nichts menschliches mehr - in dem Ringen um diese Anhöhe trifft Willen auf Willen, es zählt nicht der Tod, mag er auch tausendfach sein, es zählt allein der Sieg. Fußbreit um Fußbreit stemmen sich die Bjelawen vorwärts, jeder davon wird mit Blut der Edelsten bezahlt.
Die Heere der Schoda Schwong und der Bjelawen ringen auf dem offen Felde, doch sind die Orken die geübteren Kämpfer? Hin und her wogt die Schlacht, die Bjelawen beginnen vereinzelt zu weichen, müder werden ihre Arme. Sie sind Bauern, keine Krieger.
Weit hinten im Osten, jenseits der Reichweite der Wölfe überqueren die Kosaken den Fluss - in höchster Gefahr, die Blundar Dongan müssen schon ganz nah sein. Hört man sie nicht schon im Walde anmarschieren?
Das Osttor ist genommen, wie ein Sturzbach ergießen sich die Sturmtrupps der Wölfe in die Gassen der Stadt, der Zitadelle zu. Dort halten die letzten Verteidiger aus. Doch die Verstärkungen sind da und in den Gassen rund um die Zitadelle hebt ein entsetzliches Gemetzel an. Im Hinterhalt lauern die Verteidiger und gebrauchen ihre Äxte wie Holzfäller, Brandflaschen fliegen aus den Fenstern, Hausrat und Möbel sind zu Barrikaden aufgetürmt. Jede Gasse, jeden Platz, jedes Haus, ja jeden Raum müssen die Angreifer einzeln erobern. In den engsten Treppenaufgängen, in den Kellerlöchern wird mit Messern, Fäusten und Zähnen gekämpft. Noch immer schleudern die Wurfmaschinen der Orken Tod und Verderben in die Stadt, zerschmettern Freund und Feind im Wirrwarr aus Barrikaden und Trümmern.
Da, das Banner des Fürsten weht über dem Hügel, doch ach! - der Gegenstoß wirft die Bjelawen zurück. Doch war der kurze Augenblick auf dem Hügel kein vertaner - ein Augenblick der Übersicht. Ein guter Feldherr zögert nicht, zu handeln - und der Großfürst handelt ohne Verzug: "Die verbliebene Reiterei zu mir!!! Nach Norden!! Es steht auf des Messers Schneide!" Das Fußvolk klammert sich weiter an den Hügel, den die arg zusammengeschmolzenen Schoda Schwong-Krieger noch immer verbissen verteidigen. Reitet der Fürst in den Tod?
Der Fürst spielt auf Sieg - doch die Blundar Dongan werden entscheiden!
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