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Vor langer Zeit gab einer der bjelawischen Herrscher eine ganze Provinz in die Hand der Kirche, da er bei einer großen Umsiedlung die ganze Bevölkerung neu verteilte. Es waren ausschließlich Mönche, die in der kargen, bergigen und von da an weithin unbewohnten Gegend im Norden des Reiches blieben und sie urbar machten. So ist es bis heute geblieben. Die ganze Provinz ist ein riesiger Klosterbezirk und wird von einigen hundert Mönchen in zahlreichen Klöstern bewohnt. Es gibt keine einzige Frau in diesem Gebiet. Ebensowenig übrigens, wie Städte oder Dörfer im herkömmlichen Sinne. Nur Klöster.
Die Äbte der Klöster bilden einen Rat, der unregelmäßig und an wechselnden Orten in der Zerkownaja zusammentrifft, um anstehende Fragen zu beantworten. Es gibt kein - nicht einmal ein formelles Oberhaupt der Provinz. Der Rat wählt aber stets auf ein Jahr einen Abgesandten (Monastirny Poslannik), der die Provinz in der Hauptstadt repräsentiert. Den Sitz im Sejm, der ihnen zusteht, nutzen nicht alle Äbte, wohl aber ist ihr Abgesandter im Kronrat vertreten und liegt überdies im ständigen Dialog - übelwollende Zeitgenossen würden es Streit nennen - mit dem weltlicheren Arm der Kirche und ihrem Verteter, dem Patriarchen.
Der Wappenbaum der Kirchenprovinz ist die edle Zeder, deren Abbild sie in der Flagge trägt.