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Im Rahmen seiner visionären Siedlungspolitik nach der großen Katastrophe schaffte es Pjotr. I. Gorynow, mittels großzügiger Behandlung und Landschenkungen fremde Einwanderer und deren Sippen im Westen Bjelawas anzusiedeln. Die Bewohner des Westens waren durch ihre Lage am Tinarrischen Meer bereits an fremde Reisende gewohnt und standen den Neuankömmlingen freundlicher gegenüber als die restlichen Bjelawen. Auch heute finden sich hier eher Leute, die man wohl als "Kosmopoliten" bezeichnen könnte, was sicher zum großen Teil an den nichtbjelawischen Wurzeln der Einwohner liegen mag.
Mit der Einwanderungswelle kamen auch viele Gelehrte, Adlige und politisch oder religiös Verfolgte, die sich in Bjelawa ein neues Leben aufzubauen hofften.
In diese Zeit der Einwanderung fällt die Blüte der freien Stadt Bjelhavn, das sich in Westheim an der Küste zum Tinarrischen Meer (Tinarrskoje Morje) befindet und die neuen Bewohner freundlich aufnahm, führt man doch die eigenen Wurzeln auf eine frühere Immigration zurück. Im Jahre 6778 gegründet und rasch ausgebaut, erhielt sie in den Wirren der bjelawischen Bürgerkriege das Recht einer freien Stadt und befindet sich nun in der Hand eines Magistrates, der ihre Geschicke meist weise (das heißt, im Einvernehmen mit dem Großfürsten) lenkt. In Bjelhavn befindet sich auch die einzige Magierakademie des Landes, welche ebenfalls von eingewanderten Magiern gegründet wurde. Hierbei sind besonders die Familien derer von Hartsteen und Jalladan zu nennen, deren Nachkommen auch heute noch vielversprechende Abgänger der Akademie bilden.
Die Familie von Hartsteen hat auch im Umkreis von Bjelhavn ein kleines Landgut mit zwei angegliederten Dörfern, über die sie als Szlachtizen die Herrschaft haben.
Ebenfalls erwähnenswert ist die Familie derer von Ehrenstein, welche seit ihren Tagen als Einwanderer stets treu zum Großfürsten gestanden haben und für ihre unverbrüchliche Treue bekannt sind. Auch finden sich in ihren Reihen stets herausragende Kämpfer der Medschdubnije Ridzarny und sie sind neben den alteingesessenen Adelsgeschlechtern wohl das berühmteste der Neubjelawen.
Sie gelten weithin als Beweis dafür, wie gut sich die Einwanderer in die althergebrachten Strukturen des Reiches einfügten.
Bjelhavn verfügt über einen großen Hafen, in dem ger gesamte Handel des bjelawischen Reiches über das Tinarrische Meer abgewickelt wird. Kaufleute und kleinere bringen fast täglich Neuigkeiten und Waren bringen die von Flusschiffern aus dem Inland auf der Bjela flugs weitergetragen werden. Groß und bunt ist die Stadt, und hier kann man am ehesten auf fremde Völker und Sitten stoßen und hier werden sie auch am ehesten geduldet.
Die übrige Provinz Westheim ist weitläufig und nimmt den gesamten Westen des Reiches, mit seinem Zugang zum Meere ein. Wäöhrend im Hinterlande viele grüne Wiesen udn Weiden das Bild bestimmen und Viehzucht die Lebensgrundlage der Bewohner darstellt, ist es in den zahlreichen kleinen Dörfern an der Küste die Fischerei auf dem Tinarrischen Meere.
Herdstetten (Samowarsk) die eigentliche Hauptstadt Westheims und Residenz ihres Fürsten, liegt drei Tagesreisen östlich von Bjelhavn und steht in jeder Beziehung in dessen Schatten.
Ein weiteres Merkmal Westheims ist die Zweisprachigkeit. Während im übrigen Bjelawa fast ausschließlich Bjelawisch gesprochen wird, ist in Westheim das Mittelländische die gebräuchliche zweite Sprache, welches auch von den Einwanderungswellen der Jahre 6700-6800 und 7223-7240 herrührt. Die Namen der Nachzügler wurden nicht selten bjelawisiert und es werden beide Sprachen im normalen und öffentlichen Leben gesprochen. Der eigentümliche Dialekt, der sich in Westheim und vor allem in Bjelhavn verbreitet hat, vermischt viele Elemente aus beiden Sprachen.
Auch heute noch finden sich zum Beispiel oftmals bjelawische Vornamen und auswärtige Nachnamen oder umgekehrt.

Der Ahornbaum wird im Westen in hohen Ehren gehalten und sein Blatt ziert die Flagge des Landes. Die freie Stadt unterlegt das Blatt noch dazu mit einem Schlüssel (zum Stadttor).