I Bjelawa I
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Die Provinz (wenn man sie denn so nennen will), ist die größte des Landes und erstreckt sich von dem rauhen Hochgebirge an der Nordgrenze, über das nur wenige Pässe in die Erblande führen, bis weit in den Süden zu jenem hügeligen Sattel, in welchem die drittgrößte Stadt des Reiches, Brisansk, liegt. Im Norden, dem Ursprunge der Bjela nahe, liegt auch die Hauptstadt Bjelograd, Sitz des Großfürsten und des Kronrates.
Wie der Name belegt, handelt es sich bei dem Fürstentum um die Keimzelle des bjelawischen Reiches und das mutmaßliche Herrschaftsgebiet des legendären Herrschers Timofej Eisenfaust, der einst das Reich mit Hilfe des Ordens der Medschdubnije Ridzarny einte und sich zum ersten Grofürsten ausrief.
Die von Landwirtschaft und Fischerei am Bjelaflusse geprägte Provinz ist eigentlich ein großfürstliches Lehen - in den letzten Generationen waren es jedoch stets der Herrscher Zentralbjelawjens, die Gorynows, die sich im Sejm durchsetzen konnten und dann den Titel des Landesfürsten in Personalunion behielten.
Die Gründe dafür liegen auf der Hand: zum ersten ist Zentralbjelawa mit der Hauptstadt und der freien Stadt Brisansk die am prosperierendste und reichste Region Bjelawiens, so dass genügend Einnahmen vorhanden sind, um die Stimmen der Szlachtizen mit harten Rubeln zu kaufen oder zum anderen mit den starken Truppen der maronischen Hausmacht unsanft zum Gehorsam zu zwingen.
Der Wappenbaum der Zentralprovinz und ganz Bjelawas ist die Kastanie, die den Bjelawen als Königin der Bäume gilt. Ihr Blatt ist das Symbol Bjelawas und ihre Frucht das von Zentralnaja.