Der Hofnarr
s gibt wohl niemanden, der dem Großfürsten öfter und schwerer beleidigt und verspottet hat als Kalaschnikow, der Narr. Während er sozusagen aus beruflichen Gründen von einer Ahndung seiner Witze und Gemeinheiten verschont bleibt, hatte jeder andere in der Regel eine kurze Aussprache mit Witali Wladimirowitsch Klitschkow und anschließend dem Bestatter.
Die Aufgabe des Narren ist es, dem Fürsten den Spiegel vorzuhalten, ihm den sinn oder Unsinn seiner Entscheidungen mit Witz (und nicht selten einer gehörigen Portion Grobheit) vor Augen zu führen. Dazu gehört ein außerordentlich scharfer Verstand, und der Fürst traut nicht selten dem Urteil des Narren mehr als dem der zahlreichen anderen Höflinge.
Aufgrund seiner "Narrenfreiheit" nimmt Kalaschnikow alles und jeden bei Hofe unter verbalen Beschuss und schon mancher Gast hat mit zornrotem Kopf den Saal verlassen. Bei solchen Gelegenheiten spricht der Großfürst in der Regel ein Machtwort (oder er lacht sich scheckig) und der Narr hält sich zunächst für eine Weile zurück.
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